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Methodik: Boxen

Wie schon der Name Work and Box Company sagt, wird hier geboxt und gearbeitet. Boxen ist eine innovative Kontaktsportart. Die jungen Männer können im Boxring erfahren, wie es sich anfühlt, sich einem fairen Kampf zu stellen, sich hilflos zu erleben, sich zu decken, zu kontern und Schläge einzustecken. Zugleich drücken die Jugend- lichen beim Boxen aus, was sie bewegt. Ihre Bewegungen verraten, was sie fühlen und denken und zum Beispiel mit Worten nie sagen könnten. So ist Boxen für uns auch eine Analysemethode, aus der wir erfahren, wo der ein- zelne Jugendliche steht.

Hinzu kommen die körpertherapeutischen Aspekte des Boxens, die der Auseinandersetzung mit der individuellen Gewaltproblematik der Jugendlichen dienen. Dabei wird die Gewalt offen thematisiert und bei den Boxübungen in einen neuen Zusammenhang gestellt. Das Mittel Boxen ermöglicht den Jugendlichen, auf handlungsorientierter Ebene andere Gewalterfahrungen zu sammeln, vor allem Erfahrungen mit „Gegnern“, die sie gut kennen oder so- gar schätzen.

So kommt es beim Boxen zu einer Konfrontation ohne Hass, aber auch zu nonverbaler Kommunikation im Geben und Nehmen. Parallel dazu können auch Themen bearbeitet werden wie: Achtsamkeit, Respekt, Selbstkontrolle, Niederlage, Angst. Und schließlich können die Jugendlichen im geführten Setting des Boxtrainings neue Verhal- tensweisen ausprobieren. Diese Erfahrungen aus dem Boxring helfen ihnen, auch im Alltag und Berufsleben mit schwierigen Situationen anders umzugehen als bisher.