Drucken

Hintergrund

In Deutschland wird das Profil eines neuen Männertyps immer mehr sichtbar: unsicher, orientierungslos und gewaltbereit. Jahr für Jahr vermehrt er sich um das Zehntel aller Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, und jene 20 Prozent der Auszu- bildenden, die ihre Lehre nicht zu Ende führen.

Während die Medien ihnen nur punktuell Aufmerksamkeit widmen und die Politik noch nach Wegen aus der Misere sucht, muss es darum gehen, diesen jungen Männern das zu geben, was sie wirklich brauchen: Konfron-tation, Herausforderung und Liebe.

Gewalt ist ein überwiegend männliches Phä- nomen: Gewaltdelikte werden zu ca. 85 Prozent von Männern verübt. Während die Kriminalität, auch die der Jugendlichen, in Deutschland insgesamt leicht zurückgeht, steigt der Anteil jugendlicher Gewalttäter, vor allem in Ballungsräumen und unter jungen Menschen nicht deutscher Herkunft.

Außerdem entfallen immer mehr Delikte auf immer weniger Täter: Mehr als 10% der Tatverdächtigen verübten 2007 drei oder mehr Straftaten. Viele der jugendlichen Serienstraftäter stammen aus Problemfamilien, versagen früh in ihrem sozialen Umfeld und erleben und praktizieren Gewalt als Mittel der Selbstbehauptung. Eine weitere wichtige Tatsache: 97 Prozent der Gewaltstraftäter waren oder sind selbst Gewaltopfer.

Diese soziale Herausforderung war der Anstoß für die Gründung von hand in. In un- serer Arbeit entwickeln wir lösungsorientierte, ganzheitliche Ansätze zur Bewältigung von männlicher Gewalt in unserer Gesellschaft und zur Kriminalprävention.